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Mein Kultbuch

Schreibmans Kultbuch


In mir kann man lesen wie in einem offenen Buch. Aber keiner kennt das nächste Kapitel.




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Verfasst am 11.03.2006 19:37:25 Uhr

Fortsetzung auf http://schreibman.twoday.net/

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Verfasst am 05.12.2004 15:07:05 Uhr

Als Zivi hatte ich mal was mit einer Krankengymnastin, die eine sehr eigenartige Form der Kommunikation mit ihrer Tochter ausprobierte. Sie hatten vereinbart, sich alles nur singend zu sagen.

Ich fand das damals ziemlich bescheuert. Es wäre mir schwer gefallen, ein Lied wie "Kann ich mal den Zucker haben" zu trällern. Ich bin völlig unmusikalisch und meine Stimme ist auch sehr tief.

Man stelle sich Humphrey Bogaert vor, wie er anfängt zu trällern "Schau mir in die Augen, Kleines". Das wäre ein ganz anderer Film geworden.

Heute finde ich die Idee gar nicht mehr so blöd, jedenfalls theoretisch. Die Leute ziehen sich ja sowas von gegenseitig runter. Dauernd muffeln sie sich an, stellen aggressive Gegenfragen und motzen rum.

Bei den Nachrichten soll es das früher ja gegeben haben, dass sie in Versform von Sängern verbreitet wurden.

Damals beantworteten auch keine Hörer die Fragen von Rundfunkleuten zum Erdbeben der letzten Nacht.

Sonst wäre der Ohrwurm von heute "Es hat richtig gerumpelt und ich bin sehr erschrocken" gewesen.


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Verfasst am 28.11.2004 14:13:13 Uhr

Sonntagmorgen war's
am ersten Advent,
der Schreibman hatte
ausgepennt.

Da ass er erst
sein weiches Ei,
vielleicht auch waren's
derer zwei.

Trank langsam seinen Kaffee leer
und dachte nur:
Jetzt muss was Schön's
zu lesen her!

So griff er einfach
- nota bene -
zu Buschs Geschichte
"Die fromme Helene".

Laut las er dann
am Frühstückstisch
und dachte wohl
auch gleich bei sich:
Wilhelm Busch gehört,
wie Erich Kästner,
öfters auf den Gabentisch.

Die heut'gen Kinder kennen kaum,
- o Tannenbaum, o Tannenbaum -
was uns in uns'rer Jugend prägte
und oft auch an den Nerven sägte.

Und weiter dacht er, wenig später:
Was jetzt noch fehlt,
ist Struwwelpeter!




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Verfasst am 27.11.2004 21:13:22 Uhr

Liebe Schreibman-Gemeinde!

Heute feiern wir einen Neuanfang.

Meine Leserinnen und Leser wissen es schon lange: Jeder Tag ist ein neuer. Sie verkünden es denen, die es noch nicht wissen, und sie senden die Botschaft an Freunde, Fremde und Fantasten.

Sie erzählen ihnen vom Schreibmansland, in dem sie Freude und inneren Frieden finden sowie Fragen zu den Antworten des Lebens.

Mitdenken erhält eine neue Dimension. Es wird allen zugänglich und eröffnet neue Perspektiven. Jeder darf sich eigene Gedanken machen und sie formulieren.

Sammlerinnen von Einhorn-Figuren, Betreiber elektrischer Eisenbahnen und Fans fetziger Rave-Musik finden in unserer Community eine Heimat. Hier werden sie angenommen, respektiert und geliebt. Bedingungslos, vorbehaltslos und nahtlos.

Jeder schwimmt seinen Weg. Die ganze Gemeinde liegt sich zu Füssen. Wir stehen und gehen auf breiten Strassen des Lebens, pflanzen Rosen an den Rändern.

Damit auch die, die nachfolgen, noch was zum Pflücken haben.

Vorurteile waren gestern. Morgen war heute. Überall ist hier.

Nur heute ist heute, Leute.


Es lebe das freie
Schreibmansland




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Verfasst am 26.11.2004 19:35:00 Uhr

Heute früh wollte ich wichtige und grundlegende Gedanken zum Phänomen der Ablenkung verfassen. Besondere Berücksichtigung sollte dabei der Unterschied zwischen jemanden ablenken, sich ablenken, sich ablenken lassen und abgelenkt werden finden.

Dann klingelte das Telefon. Um wieviel Uhr ich heute nachmittag komme. Um halb vier. Okay.

Jetzt ist es sieben Uhr abends.

Wo war ich stehen geblieben?

Tja, liebe Leserin, Du bist grade dabei, Dich vom Text ablenken zu lassen. Kannst Du mir mal eben was zu trinken holen?

Manche gehen so weit, dass sie sich von ihrer eigenen Ablenkung, zum Beispiel dem Fernsehen, ihrerseits ablenken lassen und auf Fragen wie "Haben wir noch Bier im Kühlschrank?" reagieren.

Manche sagen ja, manche weiss nicht und manche holen sogar eins.

Im Vergleich mit solchen sachfremden Einwürfen sind Werbepausen ein reines Vergnügen. Man weiss, dass sie kommen, es trifft einen nicht unerwartet und man kann pinkeln gehen oder jemanden zum Bier holen schicken.

Werbepause. Danke, ich hab noch. Kannst sitzen bleiben.

Schlimm wird es eigentlich erst, wenn man ständig abgelenkt lebt, also einerseits immer auf der Suche nach Zerstreuung und Unterhaltung ist und andererseits auch noch auf alles mögliche reagieren muss, bevor man sich selber ablenken kann.

Jetzt habe ich aber wirklich den Faden verloren.

Haben wir heute Vollmond?

Schau doch bitte mal nach, ja?


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